Sie haben Ihre Garage endlich aufgeräumt und möchten sie so halten. Oder vielleicht sind Sie es leid, jedes Mal Öl- und Schlammflecken aufzuwischen, wenn Sie Ihr Motorrad abstellen. Eine hochwertige Motorrad-Bodenmatte kann hier echte Abhilfe schaffen. Doch eines sorgt bei vielen Fahrern für Probleme: die falsche Größe. Sie greifen einfach irgendeine Matte vom Regal, in der Annahme, sie passe. Dann stellen Sie Ihr Motorrad ab – und schon ragt das vordere Rad zur Hälfte über den Rand hinaus. Oder die Matte ist so groß, dass sie sich unter dem Seitenständer hochrollt. Keine schöne Vorstellung.
Ich war schon dort. Ich habe auf die harte Tour gelernt, dass die richtige Passform für Ihr spezifisches Motorradmodell den entscheidenden Unterschied ausmacht. Und darüber hinaus spielt das Material der Matte nahezu dieselbe Rolle wie ihre Größe. Lassen Sie mich Ihnen daher einige praktische Tipps aus der Praxis geben, um eine Motorrad-Stellmatte auszuwählen, die wirklich zu Ihrem Fahrzeug passt und auch langfristig hält. Kein komplizierter Fachjargon – nur klare, verständliche Sprache von einem Fahrer zum anderen.
Warum sowohl die Größe als auch das Material einer Motorrad-Stellmatte wichtig sind
Sie fragen sich vielleicht: Spielen ein paar Zentimeter hier oder da wirklich eine Rolle? Ja, durchaus. Denken Sie einmal darüber nach, wozu eine Motorrad-Stellmatte eigentlich da ist: Sie fängt Tropfen vom Motor, von der Kettenöl- und Bremsflüssigkeit auf. Sie bietet Ihrem Seitenständer eine feste, rutschfeste Unterlage, damit Ihr Motorrad nicht umkippt. Und sie schützt Ihren Garagenboden vor Reifenabdrücken und Staub. Ist die Matte zu klein, landen diese Tropfen direkt auf dem Betonboden. Ist sie dagegen zu groß, stolpern Sie über die überstehenden Ränder, wenn Sie um das Motorrad herumlaufen.
Doch allein die Größe reicht nicht aus. Das Material entscheidet darüber, wie lange die Matte hält, wie gut sie Öl und Benzin widersteht und ob sie nach einigen Monaten flach bleibt oder sich wellt. Einige Matten bestehen aus Nylonflor mit einer Gummirückseite. Andere verwenden Polyester in Kombination mit PVC oder TPR. Jedes Material hat seine eigenen Vorzüge. So bewährt sich beispielsweise Nylon mit Gummi hervorragend bei starkem Verkehrsaufkommen und bei direkter Sonneneinstrahlung. Polyester mit PVC eignet sich besonders gut für Innenraumanwendungen, da es Wasser und Öl abweist, ohne diese aufzusaugen. Bei der Auswahl einer Motorrad-Fußbodenmatte müssen Sie daher sowohl die Standfläche als auch die Konstruktion berücksichtigen.
So messen Sie einfach die Standfläche Ihres Motorrads
Gut, kommen wir zur praktischen Anwendung. Sie benötigen keine speziellen Werkzeuge – lediglich ein Maßband, etwas Kreide oder Klebeband und gegebenenfalls einen Helfer, falls Ihr Fahrrad schwer ist. Stellen Sie Ihr Fahrrad zunächst auf einem ebenen Untergrund auf den Seitenständer. Falls Sie über einen Mittelständer verfügen, verwenden Sie diesen stattdessen, da er eine stabilere Standfläche bietet. Betrachten Sie nun die Stellen, an denen die Reifen den Boden berühren, und markieren Sie diese mit einem kleinen Stück Klebeband oder einem Kreidepunkt. Markieren Sie anschließend auch die Stelle, an der der Seitenständer bzw. Mittelständer den Boden berührt. Dieses Dreieck bildet Ihre Hauptkontaktfläche.
Messen Sie nun von der vorderen Kante der Aufstandsfläche des Vorderrads bis zur hinteren Kante der Aufstandsfläche des Hinterrads. Fügen Sie sowohl vorne als auch hinten etwa 10 bis 15 cm hinzu. Damit erhalten Sie die ideale Länge. Für die Breite messen Sie vom äußeren Rand der linken Seite des Motorrads (meist vom Seitenständer oder einem tief hängenden Teil) bis zum äußeren Rand der rechten Seite. Doch hier liegt ein häufiger Fehler vor: Messen Sie nicht nur die Reifen. Ihre Unterlage muss auch Tropfen auffangen, die aus dem Motorraum herabfallen – dieser ist oft breiter als die Reifen. Messen Sie daher den breitesten Teil Ihres Motorrads in Bodennähe. Bei vielen Sportmotorrädern ist dies die untere Verkleidung; bei Cruisern können es die Fußbretter oder die Abgasrohre sein.
Notieren Sie diese Maße. Fügen Sie dann noch ein paar zusätzliche Zoll für Spielraum hinzu. Wenn die Standfläche Ihres Motorrads also 60 Zoll lang und 30 Zoll breit ist, suchen Sie nach einer Motorrad-Stellmatte mit einer Länge von etwa 66 bis 68 Zoll und einer Breite von 34 bis 36 Zoll. Dieser zusätzliche Platz ermöglicht es Ihnen, das Motorrad problemlos auf- und abzufahren, ohne dass die Reifen am Rand hängen bleiben. Außerdem bleibt Ihr Boden auch dann geschützt, wenn Sie das Motorrad etwas schief parken. Ein weiterer Tipp: Falls Sie eine Auffangwanne oder ein Batterieladegerät unter dem Motorrad verwenden, messen Sie auch diese Komponenten mit ein. Alles soll innerhalb der Matte liegen.
Abstimmung der Mattegröße auf Cruiser, Sportbike und Touring-Modelle
Unterschiedliche Motorradfamilien erfordern unterschiedliche Mattenabmessungen. Wir erklären Ihnen im Folgenden, worauf Sie achten müssen.
Für Cruiser wie den Harley Davidson Softail oder den Honda Rebel haben diese Motorräder eine lange, tiefe Sitzposition. Der Radstand liegt üblicherweise zwischen 60 und 68 Zoll. Der Seitenständer ragt ziemlich weit nach links hinaus. Daher benötigen Sie eine Motorrad-Stellmatte, die lang ist – möglicherweise 72 bis 80 Zoll – und ziemlich breit, mindestens 30 Zoll. Doch hier ist die Besonderheit: Cruiser verfügen häufig über Fußbretter oder Fußrasten, die seitlich herausragen. Messen Sie daher vom äußersten linken Punkt (das kann der Seitenständer oder das Fußbrett sein) bis zum äußersten rechten Punkt (häufig der Abgasanlage oder dem Fußbremshebel). Viele Cruiser-Besitzer stellen fest, dass eine rechteckige Matte am besten geeignet ist.
Für Sportmotorräder wie den Yamaha R6 oder Kawasaki Ninja sind diese kürzer, typischerweise mit einem Radstand von 55 bis 62 Zoll. Sie verfügen jedoch über breite Frontverkleidungen, an denen Öl oder Kühlflüssigkeit herabtropfen kann. Zudem besitzen sie häufig hoch angeordnete Fußrasten, sodass dort kaum Flüssigkeit abtropft. Entscheidend sind vor allem der Vorderrad- und der Motorbereich. Ein Sportmotorrad passt in der Regel gut auf eine Matte mit einer Länge von 60 bis 66 Zoll und einer Breite von 28 bis 32 Zoll. Sportmotorradfahrer parken ihre Maschinen jedoch oft schräg, da die Lenkung eingeschlagen ist. Wählen Sie daher eine Matte, die etwas breiter ist, als Sie zunächst vermuten. Eine zu schmale Matte könnte dazu führen, dass das Vorderrad zur Hälfte außerhalb liegt, wenn Sie den Lenker einschlagen.
Für Tourenmotorräder wie den BMW R1250RT oder den Harley Electra Glide sind diese Unterlagen schwer und lang. Der Radstand kann über 70 Zoll betragen. Zudem verfügen sie über große Motoren, die im Laufe der Zeit mehr Flüssigkeiten abgeben. Viele Tourenmotorräder haben zudem tiefsitzende Seitenkoffer. Daher muss Ihre Motorrad-Garagenmatte groß sein – etwa 203 cm lang und 91 bis 102 cm breit. Spart hier nicht an der Größe! Eine kleine Matte unter einem großen Tourenmotorrad ist nutzlos. So oder so landen Öl-Flecken auf Ihrem schönen Garagenboden. Außerdem werden Tourenmotorräder häufig mit eingeschlagener Lenkung abgestellt, was den Neigungswinkel verändert. Geben Sie daher auf der linken Seite, zu der das Motorrad neigt, etwas zusätzlichen Platz vor.
Vergleich gängiger Materialoptionen für Ihre Matte
Nun sprechen wir darüber, aus welchem Material die Matte tatsächlich besteht. Die nachstehende Tabelle gibt Ihnen einen schnellen Überblick über drei beliebte Materialkombinationen, die Sie auf dem Markt finden. Jede davon eignet sich besonders gut für unterschiedliche Garagenbedingungen.
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Materialtyp |
Flor & Unterseite |
Bestes für |
Kernkompetenz |
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Nylon plus Gummi |
100 % Nylon-Flor mit schwerer Gummirückseite |
Außen-Garagen, sonnige Stellen, stark frequentierte Werkstätten |
UV-beständig, widerstandsfähig gegen Benzin und Aceton |
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Polyester plus PVC |
100 % Polyester-Flor mit PVC-Rückseite |
Innenbereiche für Ausstellungen, Ausstellungsräume, private Garagen |
Wasserdicht, ölfest, behält unter schweren Lasten seine Form bei |
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Polyester plus TPR |
100 % Polyester-Flor mit TPR-Rückseite |
Leichte Heimanwendung, Bereiche mit einfacher Reinigung |
Flexibel, guter Grip, umweltfreundlicher |
Nehmen Sie zum Beispiel die Kombination aus Nylon und Gummi. Sie ist sehr widerstandsfähig gegenüber Sonnenlicht und verfärbt oder rissig wird daher nicht, selbst wenn Ihre Garage viel Tageslicht erhält. Außerdem ist sie unempfindlich gegenüber aggressiven Flüssigkeiten wie Bremsflüssigkeit oder Hydrauliköl. Deshalb entscheiden sich viele professionelle Werkstätten für Nylon-Gummi-Matten. Polyester mit PVC hingegen eignet sich hervorragend für Ausstellungsräume oder private Garagen, wo es lediglich auf schnelle Reinigung und ein ansprechendes Erscheinungsbild ankommt. TPR ist eine weichere und umweltfreundlichere Alternative, die dennoch einen guten Grip bietet. Einige Produktlinien – wie die DK 2450 (Nylon plus Gummi), DK 2400 (Polyester plus PVC) und DK 2350PT (Polyester plus TPR) – ermöglichen es Ihnen, genau das richtige Material entsprechend Ihrer individuellen Garagen-Nutzung auszuwählen. Schauen Sie daher nicht nur auf die Größe, sondern auch auf die Materialeigenschaften.
Überprüfen Sie neben der Größe auch die Dicke, das Randdesign und individuelle Merkmale
Die Größe ist nicht das Einzige, was zählt. Sie können die perfekte Länge und Breite haben, doch wenn die Matte zu dünn ist, rollen sich die Kanten auf – und Sie stolpern darüber. Ist sie hingegen zu dick, kann der Ständer möglicherweise nicht richtig eindringen, wodurch Ihr Motorrad instabil wirken könnte. Eine gute Motorrad-Stellplatzmatte sollte eine Rückseitenstärke von etwa 2 bis 3 Millimetern aufweisen – das ist der ideale Bereich: dick genug, um Flüssigkeiten aufzufangen, ohne dass diese durchsickern, aber dennoch so dünn, dass der Ständer eine feste Vertiefung erzeugt und die Matte plan aufliegt.
Achten Sie auch auf die Kanten. Manche Matten verfügen über einen ca. 1,5 oder 2 cm breiten Gummirand, der das Aufrollen der Ecken verhindert und ein ansprechendes, fertiges Erscheinungsbild verleiht. Andere Matten haben überhaupt keine Randverstärkung – das ist durchaus akzeptabel, wenn Sie sie unter Schränken oder an engen Stellen platzieren. Für die meisten heimischen Garagen bietet eine Matte mit Gummirand jedoch eine längere Lebensdauer und wirkt professioneller.
Jetzt wird es interessant. Sie können Ihre Matte in individuellen Größen und sogar mit individuellem Druck bestellen. Das bedeutet, dass Sie nicht auf das beschränkt sind, was im Laden gerade im Regal steht. Zum Beispiel ermöglichen Marken wie Dotcom die Bestellung eines einzelnen Stücks ohne Mindestbestellmenge. Die maximale Breite beträgt 200 Zentimeter, und die übliche Länge reicht bis zu 600 Zentimeter. Falls Sie eine längere Matte benötigen, können Sie eine geringe Zusatzgebühr entrichten. Außerdem können Sie Ihr eigenes Logo, den Namen Ihres Motorradclubs oder ein cooles Drag-Race-Design hinzufügen. Der Druck erfolgt mit lichtbeständiger Technologie, sodass Ihr individuelles Motiv jahrelang scharf bleibt. Beachten Sie bitte, dass Buchstaben mindestens 4 Zentimeter hoch sein sollten, um gut lesbar zu sein, und vermeiden Sie es, ähnliche Farben nebeneinander anzuordnen. Durch diese Art der Individualisierung verwandelt sich eine einfache Motorrad-Fußmatte in ein echtes Ausdrucksmittel Ihrer Persönlichkeit.
Einige letzte Prüfschritte vor dem Kauf
Sie haben Ihr Fahrrad gemessen. Sie haben ein Material ausgewählt. Sie haben sich für Größe und individuelle Optionen entschieden. Führen Sie nun noch einige letzte Plausibilitätsprüfungen durch. Erstens: Stellen Sie sicher, dass die Matte eine rutschfeste Unterseite hat. Sie möchten nicht, dass Ihr Fahrrad verrutscht, wenn Sie es auf dem Seitenständer abstellen. Zweitens: Denken Sie an die Reinigung. Eine Matte, die Sie einfach mit dem Schlauch abspülen oder mit einem feuchten Tuch abwischen können, ist deutlich besser als eine Matte, für die spezielle Reinigungsmittel erforderlich sind. Drittens: Prüfen Sie, ob die Matte für Sicherheits- und Umweltstandards zertifiziert ist. Achten Sie beispielsweise auf Zertifikate wie ISO 9001, BSCI oder OEKO-TEX®. Diese besagen, dass das Herstellwerk weiß, was es tut, und dass die verwendeten Materialien nicht voller schädlicher Chemikalien sind.
Noch eine Sache: Wenn Sie mehrere Motorräder besitzen, versuchen Sie nicht, eine einzige große Matte für alle zu verwenden – es sei denn, Sie verfügen über eine sehr große Garage. Motorräder tropfen an unterschiedlichen Stellen. Eine gemeinsame Matte bedeutet oft, dass jedes Motorrad in einer anderen Position abgestellt wird, wodurch Lücken im Schutzbereich entstehen. Besser ist es, für jedes Motorrad eine separate Matte zu kaufen. So ist jede Motorradbodenmatte genau auf dieses Modell zugeschnitten. Zudem wirkt das sauberer, und Sie können jede Matte unabhängig voneinander bewegen, wenn Sie die Garage reinigen.
Pflegen Sie Ihren Garagenboden – dann schützt er auch Ihr Motorrad. Eine richtig dimensionierte und sorgfältig ausgewählte Motorradbodenmatte erspart Ihnen das mühsame Entfernen von Ölflecken und das Ausrutschen auf nassem Beton. Außerdem wirkt sie einfach professionell. Nehmen Sie also Ihr Maßband zur Hand, messen Sie Ihr Motorrad ab und bestellen Sie gleich beim ersten Mal die richtige Größe und das passende Material. Sie werden es sich jedes Mal dankbar vergegenwärtigen, wenn Sie nach einer langen Fahrt in die Garage rollen.
Inhaltsverzeichnis
- Warum sowohl die Größe als auch das Material einer Motorrad-Stellmatte wichtig sind
- So messen Sie einfach die Standfläche Ihres Motorrads
- Abstimmung der Mattegröße auf Cruiser, Sportbike und Touring-Modelle
- Vergleich gängiger Materialoptionen für Ihre Matte
- Überprüfen Sie neben der Größe auch die Dicke, das Randdesign und individuelle Merkmale
- Einige letzte Prüfschritte vor dem Kauf